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Sambia Update 27.3.2020
    Autor:Werner Huber
    Datum:27.03.2020 18:43:26

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Sambia-Infos 27.3.2020

Liebe Freunde und Förderer,

Obwohl mein letztes Schreiben an Sie gerade erst vor drei Wochen raus ging, erreicht Sie der heutige Brief in einer ganz anderen Welt. Natürlich sind meine große Hoffnung und mein Gebet, dass es Ihnen gut geht und sich die Einschränkungen, die Sie treffen, in Grenzen halten. Ein besonderer Dank an diejenigen, die trotz der aktuell schwierigen Lage eine Spende überwiesen haben. Das bewegt mich.

Anlass dieses Briefes ist die Tatsache, dass wir natürlich die für den 17. April geplante Mitgliederversammlung absagen und in den Herbst verschieben müssen. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Im Juni wollten meine Frau und ich ja eine Projektreise nach Sambia machen. Wir haben den Flug zwar noch nicht storniert, es ist aber absehbar, dass wir voraussichtlich nicht reisen können. Der Informationsnachmittag am 27.9.2020 im Heimathaus in Jesteburg wird hoffentlich stattfinden können. Ich werde rechtzeitig darüber informieren.

Aktuell sind aus Sambia 12 bestätigte Covid-19 Fälle gemeldet. Wer die Situation dort etwas kennt, rechnet aber mit einer hohen Dunkelziffer von nicht erkannten Kranken. Sowohl nach China, als auch nach Europa gibt es einen regen Reiseverkehr. Immerhin hat man dort das Problem erkannt und Deutschland gilt als Hochrisikoland für die Einreise. Jeder, der aus Deutschland kommt, muss zuerst einmal 2 Wochen in Quarantäne. Das ist in Sambia natürlich nicht erstrebenswert, es ist fast wie ein Aufenthalt im Gefängnis.

Wie sich die Pandemie in Afrika weiter entwickeln wird, ist völlig unklar. Bis heute sind quer durch den Kontinent etwa 3000 gesicherte Fälle gemeldet. Dort kann es noch zu katastrophalen Entwicklungen kommen. Stellen Sie sich die Riesen-Slums in den Großstädten vor. Dort kann man den Kranken nicht sagen, sie sollen sich isolieren, wenn in einem kleinen Raum viele Menschen leben müssen. Wohin soll man sie schicken? Wie kann man den Rat geben, die Hände mit Seife zu waschen, wenn die Bewohner überhaupt froh sind, wenn sie an sauberes Trinkwasser kommen?

Unsere Projekte in Sambia gehen jedenfalls weiter, Beeinträchtigungen gibt es kaum. Immerhin sind von staatlicher Seite große Ansammlungen wie Gottesdienste untersagt. Den Kindern im Waisendorf Fountain Gate geht es gut. An Hungernde werden weiter Lebensmittel verteilt, allerdings einzeln, nicht wie auf dem wenige Wochen alten obigen Bild in der Gruppe.

Viele Grüße, und wieder ganz herzlichen Dank, Ihr Werner Huber, Vorsitzender