R u n d b r i e f e
»
Rundbrief vom 20.11.2018
    Autor:Werner Huber
    Datum:20.11.2018 18:48:29

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 20.11.2018

Liebe Freunde und Förderer

Das obige Foto soll Sie daran erinnern, dass unsere Hilfe in Sambia viele reale Gesichter hat. Unsere Unterstützung darf nie Routine werden, wir sollten unser Engagement niemals nur in Zahlen messen. Die Kinder auf dem Foto können uns nur anlachen, weil es unsere Vereine gibt. Ohne unsere monatlichen Zuschüsse von über 6000 € könnten diese Kinder in einem Land, in dem Sozialhilfe ein Fremdwort ist, nicht in einer Einrichtung wie Fountain Gate wohnen. Nur 1% der 1 Million Vollwaisen in Sambia verfügt über einen gesicherten Heimplatz.

Wir sind davon überzeugt, dass die 135 Waisenkinder in Fountain Gate gut versorgt sind und soweit wie möglich dort glücklich sein können. Ich kann Ihnen nicht von jedem der Kinder ein Foto schicken, aber das obige, nicht einmal einen Monat alte Bild ist typisch. Ich bin nicht der Mensch, der mit Einzelschicksalen hausieren geht, aber jedes dieser Kinder hat eine dramatische Geschichte hinter sich. Schön dabei: es ist nicht nur ein Kind, dem wir helfen (das wäre auch schon ein Segen), sondern 135 !!!  Dieser Schar von Kindern wird ständig geholfen.

Wie Sie wissen, leben die Waisen dort in zehn Häusern mit je bis zu 16 Kindern in familienartigen Gemeinschaften zusammen mit Hausmüttern, die sich um alle Belange der Kinder kümmern. Die Waisen gehen in die Schule des Kinderdorfes, so wie auch etwa gleich viele Kinder von außerhalb die Schule besuchen. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir jeden Monat das nötige Geld für den Unterhalt des Kinderdorfes einschließlich der Schule zusammen bekommen. Ich bin sehr dankbar, für jeden Euro, der dafür bei uns ankommt, wir benötigen aber auch weiter Ihre Unterstützung. Wenn Sie mich fragen, ob ich Sorge habe, dass jeden Monat das nötige Geld zusammen kommt, wundere ich mich eigentlich, dass dies bisher immer klappte. Es ist jeden Monat wieder ein Wunder. Danke an Sie, die an diesem Wunder beteiligt sind.

Im kommenden Jahr soll die Fountain-Gate-Schule ja erweitert werden, wir arbeiten an der Zulassung für den gymnasialen Zweig bis zur Hochschulreife. Ein dafür nötiges Laborgebäude ist inzwischen im Rohbau fertig. Wir streben an, im Jahr 2019 ein weiteres 130 m² großes Gebäude mit 3 Räumen zu bauen: einen normalen Klassenraum, einen Mehrzweckraum für spezielle Fächer und einen Aufenthaltsraum für Lehrer mit Bücherei. Auch eine effektive Versorgung mit Warmwasser steht auf der Liste der Prioritäten. In der kühleren Jahreszeit benötigen die Kinder zum Duschen wie bei uns warmes Wasser. Wir bemühen uns darum, dass diese Maßnahmen möglichst durch das BMZ bezuschusst werden. Ohne öffentliche Gelder schaffen wir das nicht.

Ein kurzer Rückblick. Am 21. Oktober feierten wir im Heimathaus Jesteburg das 25-jährige Bestehen des Sambia-Fördervereins. Es war ein gelungener Tag. Es entstanden einige neue Kontakte. Fast alle der etwa 120 Stühle waren belegt. Es gab wieder aktuelle Bilder und Infos zu den Projekten. Die Trommel- und Tanzgruppe von Frau Andrea Sotona brachte Stimmung ins Heimathaus und begeisterte die Besucher. Wir hatten Einnahmen von etwas über 1000 €. Allerdings kostete das den Schweiß und Einsatz vieler unsere Mitarbeiter. Zahlreiche Kuchen waren gebacken und für den Verkauf gespendet worden. Nochmals ganz herzlichen Dank an alle helfenden Hände während und um die Veranstaltung herum.

Kurz vor der Advents- und Weihnachtszeit noch ein Hinweis, verbunden mit einer Bitte. Wenn ich einem Menschen begegne, der hungert, in Deutschland oder sonst wo, schrillen bei mir innerliche Alarmglocken. Egal ob selbstverschuldet oder nicht, wirklich hungernden Menschen möchte ich mit Nahrungsmitteln helfen, damit sie möglichst nicht mehr hungern müssen. Monat für Monat schicken wir Geld für Hungernde nach Sambia. Unsere Partner werden mit vielen Hungernden konfrontiert, meist dadurch bedingt, dass sie wegen einer Krankheit nicht arbeiten können und deshalb kein Geld haben. Die Not ist groß. Wir könnten noch mehr Geld schicken. Die Hungernden erhalten von unseren Partnern kein Geld, sondern Lebensmittel. Wir erhalten noch zu wenig Spenden für diesen Zweck. Bitte helfen auch Sie diesen Menschen. Wer noch nicht regelmäßig hilft und gerne etwas geben möchte, kann eine Spende (besonders hilfreich als Dauerauftrag) mit dem Vermerk „Hungerhilfe“ schicken. Wer Hungernden hilft, darf selbst mit Segen rechnen. Wir unterstützen Hungernde in der Regel nur für 3 bis 6 Monate, bis sie sich wieder selbst helfen können.

Wie immer erhalten Sie Anfang Januar unaufgefordert einen Jahresbericht unserer Vereine zusammen mit Ihrer Spendenbestätigung für das Jahr 2018. Bereits jetzt möchte ich Ihnen eine schöne Adventszeit wünschen.

Herzliche Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender