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Rundbrief vom 15.8.2018
    Autor:Werner Huber
    Datum:15.08.2018 19:17:12

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 15.8.2018

Liebe Freunde unserer Arbeit in Sambia,

auf diesem Foto sehen Sie Kinder der ersten Klasse der Fountain Gate Schule. Einer der Schwerpunkt unseres Einsatzes in Sambia ist es, jährlich vielen Kindern Bildung oder Ausbildung zu vermitteln. Das ist das größte Geschenk, das man nicht nur dem einzelnen Kind, sondern der gesamten sambischen Gesellschaft machen kann. Davon profitiert das ganze Land.

Wie bereits erwähnt, feiern wir als SFV in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen und zwar besonders im Rahmen der Informationsveranstaltung am Sonntag, den 21. Oktober um 15 Uhr im Heimathaus Jesteburg, Niedersachsenplatz. Das Motto lautet an diesem Tag: „Durch Bildung Fluchtursachen vermeiden“. Die Bilder und Kurzvideos werden in HD-Qualität auf einem 65-Zoll Bildschirm gezeigt.

Es wird ein starker Tag werden. Für Stimmung wird auch Frau Andrea Sotona mit ihrer Trommelgruppe sorgen. Sie war vor 5 Jahren ein Genuss bei unserer Sambia-Veranstaltung. Natürlich gibt es auch wieder Kaffee und leckere Kuchen und es werden Handarbeiten aus Sambia verkauft, die wir wieder reichlich besorgt haben. Auch wird  die Möglichkeit bestehen, Patenschaften für Fountain Gate Kinder abzuschließen.

Wie immer gibt es wieder vor und während der Veranstaltung viel Arbeit und wir bitten schon jetzt um Mithilfe. Zum einen kann nur dann leckerer Kuchen verkauft werden, wenn Helfer diesen backen. Ich bin so dankbar, dass in der Vergangenheit immer gute Kuchen gespendet wurden. Bitte kündigt Kuchenspenden ab sofort auch schon bei meiner Frau an. Dann benötigen wir natürlich wieder Hilfe beim Auf- und Abbau und während der Veranstaltung.

Z.Zt. sind gerade schöne DIN A4-Einladungen für die Veranstaltung in Arbeit. Mein Wunsch ist es, dass sich Freiwillige finden, die jeweils in einigen Strassen von Jesteburg und den umliegenden Orten diese Einladungen in die Briefkästen werfen. Jeder von Ihnen wird auch mindestens eine dieser Einladungen entweder als PDF-Datei zum Ausdrucken oder in Papierform erhalten. Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Sie beim Verteilen helfen wollen oder wenn Sie eine größere Anzahl benötigen, damit ich eine ausreichende Menge drucken lassen kann. Das wäre eine tolle Hilfe für die Vereinsarbeit.

Der Bau des Schullabors in Fountain Gate macht gute Fortschritte. Wir sind dankbar dafür, denn in Sambia ist ein problemloser Baufortschritt gar nicht selbstverständlich. Jetzt sind auch die Wände gemauert. Parallel dazu gibt es Kontakte zur Schulbehörde, die für die Genehmigung des Gymnasiums zuständig ist. Noch können wir Spenden für die weiteren Baumaßnahmen gebrauchen. Mit der Zulassung des Gymnasiums bieten wir einen weiteren Baustein für die Nachhaltigkeit von Fountain Gate.

Selbst wenn unser Verein als Unterstützer irgendwann ausfallen würde, sollte die Einrichtung überlebensfähig sein. Daran arbeiten wir jedenfalls. Wir hatten bereits durch die Photovoltaikanlage zur besseren Nachhaltigkeit des Kinderdorfes beigetragen und durch den Bau von Unterkünften für selbst zahlende Internatskinder. Das Gymnasium wird nicht nur den Waisenkindern von Fountain Gate nützen, sondern die Schule auch attraktiver machen. Dadurch werden mehr Kinder aus Familien kommen, die dafür bezahlen können.

Vor einigen Wochen wurden durch das BMZ unsere möglichen Projekte für das kommende Jahr abgefragt. Ich habe fünf Projekte beschrieben. In den nächsten Monaten wird dann das BMZ entscheiden, welche sie davon bezuschussen würde. Natürlich werde ich im Falle einer Förderung Ihnen sofort die Projekte nennen und erklären.

Gerade hörte ich über aktuelle Erfolge unserer Hungerhilfe. Mehrere Personen in Lusaka und Livingstone konnten wieder aus dem Kreis der Lebensmittelempfänger entlassen werden, da sie sich erholt und zugenommen haben. Stattdessen konnten andere Hungernde in das von uns finanzierte Programm aufgenommen werden. In diesem Zusammenhang ein herzliches Dankeschön an diejenigen von Ihnen, die treu gerade für diesen Zweck spenden. Gott wird Sie dafür segnen.

In Sambia kommen immer wieder sporadisch Cholerafälle vor, aber von Oktober 2017 bis Mai 2018 gab es eine richtige Epidemie mit mehreren tausend Erkrankten und etwa 100 Todesfällen. Nachdem sich ab Dezember 2017 immer mehr Sambianer infizierten, rief die Sambische Regierung ihre Truppen zu Hilfe. Die Soldaten schlossen damals alle großen Märkte in Lusaka und säuberten sie von Fäkalien und stehenden Gewässern. Gleichzeitig wurden etwa 1 Millionen Menschen geimpft. Im Mai konnte dann die Epidemie als überwunden erklärt werden. Nun kam eine Delegation aus dem Nachbarland Botswana, um von Sambia und seinem erfolgreichen Umgang mit Cholera zu lernen. Die Delegationsleiterin Virginia Lestati sagte anschließend. „Besonders in Sachen öffentliche Gesundheit und Epidemie-Management könne man viel von Sambia lernen.“

Vergessen Sie uns bitte nicht. Danke für jede Hilfe. Denken Sie daran, bei uns gibt es kaum Verwaltungskosten, weil wir alle ehrenamtlich arbeiten.

viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender