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Rundbrief vom 1.1.2016 mit Jahresbericht 2015
    Autor:Werner Huber
    Datum:16.01.2016 19:11:39

Sambia Förderverein e.V. Rundbrief:
Rundbrief vom 1.1.2016

Liebe Spender, liebe Freunde, Mitglieder und Paten,

wieder können wir dankbar auf ein gutes Jahr unserer Arbeit in Sambia zurückblicken. Sie, die diesen Brief erhalten, haben alle auch finanziell dazu beigetragen, dass wir helfen konnten. Ich bin Ihnen dafür von Herzen dankbar. Auch bin ich davon überzeugt, dass Gott Sie dafür segnet. In der Bibel gibt es viele Hinweise, dass sich Gott darüber freut und Segen verheißt, wenn wir uns um bedürftige Mitmenschen kümmern. In der Bibel, Hebr. 13 Vers 16 heißt es etwa: „Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht, denn solche Opfer gefallen Gott.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes, gesegnetes Jahr 2016.

Wie auch in den letzten Jahren, finden Sie unter dieem Artikel eine Auflistung unserer Hilfen des vergangenen Jahres im Telegrammstil. Es ist eine Zusammenstellung, die sich auch zur Weitergabe an Bekannte eignet, die den Sambia-Förderverein noch nicht kennen.

Auf dem obigen Foto sehen Sie eine Szene, die sich im vergangenen Jahr in Fountain Gate abgespielt hat. Alle Kinder der Einrichtung haben sogenannte Schulschuhe geschenkt bekommen. Es gibt in Sambia empfohlene feste Schuhe für Schulkinder. Diese sollen die Füße schonen und vor Verletzungen schützen, denn Fußentzündungen sind ein häufiges Problem bei Kindern in Sambia. In Extremfällen können diese unbehandelt bis hin zum Tod des Kindes führen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch im begonnenen Jahr wieder zu unseren Förderern gehören. Falls Sie noch nicht Empfänger unseres 2-monatlichen E-Mail-Rundbriefes sind, lassen Sie sich doch bitte durch kurze Nachricht an uns in den Verteiler aufnehmen.

Jahresbericht 2015

Die wichtigsten Aktivitäten des Sambia-Fördervereins des vergangenen Jahres im Überblick

Wie schon in den letzten Jahren, so lag auch im vergangenen Jahr unser Arbeitsschwerpunkt im von uns gebauten und 2009 eröffneten Kinderdorf „Fountain Gate“ in der Nähe der Hauptstadt Lusaka.  Dort wurden Anfang 2015  88 Waisenkinder betreut, im Laufe des Jahres wuchs die Anzahl der betreuten Kinder auf 98. Damit die Versorgung der Kinder gewährleistet war, überwiesen wir auch im vergangenen Jahr vom Sambia-Förderverein pro Kind und Monat 50 €, das waren im gesamten Jahr 53.150 €. Ich staune, dass wir dieses nötige Geld immer wieder zusammen bekamen. Zusätzlich leitete ich im Laufe des Jahres noch weitere 7.000 € zweckgebundene Spenden für dieses Projekt weiter. Durchschnittlich konnten wir also monatlich mehr als 5.000 € nach Fountain Gate schicken. Dieses Geld wurde auch dringend benötigt. Zum Jahresende lebten in Fountain Gate insgesamt 128 Kinder. Außer den Waisen leben dort noch 30 Internatsschüler. Sie kommen aus normalen Familien, besuchen die Schule dort, haben aber einen so weiten oder gefährlichen Schulweg, dass sie in der Woche lieber in Fountain Gate bleiben. Zusätzlich gehen noch 50 Kinder in die Fountain-Gate-Schule, die aus der Umgebung nur zum Unterricht kommen. Die Mischung von Waisen und anderen Kindern hat sich in der Schule auch im vergangenen Jahr sehr bewährt. Ich hatte es schon einmal erwähnt: es werden dort dringend zwei weitere Gebäude benötigt, ein Lehrerhaus und ein weiteres Haus für Internatsschüler.

Auch im vergangenen Jahr haben wir monatlich 500 € für die Ernährung schwer unterernährter AIDS-Kranker überwiesen. Damit erhalten Hungernde – darunter auch Kinder – regelmäßig Nahrungsmittelspenden.

Für das von uns gebaute und im Jahr 2003 eingeweihte Mubuyu-Mädcheninternat leite ich monatlich 6 Patenschaften von insgesamt 186 € weiter. Im Jahr 2015 waren es 2.232 €. Dieses direkt am Karibasee gelegene Mädcheninternat ist ein Projekt, über das wir uns immer wieder freuen können. Die Mädchen, die dort einen Abschluss gemacht haben, findet man überall im Land an wichtigen Stellen, z. B. am Flughafen in Lusaka, wo sie gute Arbeitsplätze gefunden haben. Z.Zt. besuchen 220 Mädchen das Internat. Es sind überwiegend Mädchen, die sonst ein Leben in Armut und Zwängen erwartet hätte. In die angegliederte Primary-Schule gehen 190 Mädchen und Jungen.

Für die Ausstattung eines Raumes zur zahnärztlichen Behandlung von Schülern leitete ich eine zweckgebundene Spende von deutschen Zahnärzten in Höhe von 2000 € weiter.

Es gibt mehrere Projekte, die inzwischen von uns finanziell unabhängig sind, die gut laufen und die unser Verein aufgebaut hat. So haben wir durch jahrelange Unterstützung dazu beigetragen, dass unsere Partner in Sambia inzwischen ein Netzwerk von mobilen Krankenstationen in verschiedenen Landesteilen betreiben. Dies ist eine wichtige, nicht mehr wegzudenkende Arbeit, die ständig tausenden von Menschen der ärmeren Bevölkerungsschicht hilft, besonders Kindern und Frauen.

Auch die inzwischen umfangreiche HIV/AIDS- Hilfe haben wir zu Beginn gefördert. Sie hat sich sehr ausgeweitet. Es werden inzwischen mehr als 20.000 AIDS-Patienten in 5 Zentren des Landes (2x in Lusaka, je eine in Livingstone, Siavonga und Kabwe) behandelt. In Lusaka und Livingstone haben wir die Gebäude dafür errichtet. Die allermeisten der therapierten AIDS-Kranken kommen wieder in einen guten Zustand, können arbeiten, Geld verdienen und ihre Familien versorgen, in einem Land ohne Sozialhilfe überlebenswichtig. Zwei gute Nachrichten haben wir 2015 von der Arbeit erfahren. Die Mehrzahl der AIDS-Patienten muss neuerdings täglich nur noch eine einzige Tablette nehmen, die mehrere Wirkstoffe gleichzeitig enthält, dies kommt der sambischen Mentalität entgegen. Im Laufe des Jahres gab es bei den vielen Entbindungen keinen einzigen Fall mehr, bei dem HIV auf das Baby übertragen wurde. Dies kann man jetzt zuverlässig verhindern. Die Ansteckung, so weiß man heute, fand erst bei der Geburt statt, nicht während der Schwangerschaft.

Auch haben wir vier der Schulen gebaut, die mit großem Erfolg hunderte von Schülern unterrichten und den Kindern ein gutes Fundament für ihr weiteres Leben geben. Ich muss Ihnen nicht sagen, dass Bildung mit das Wichtigste ist, was wir den Kindern bieten können und was der ganzen Gesellschaft hilft.

Am 11. Oktober hatten wir in Jesteburg eine Informationsveranstaltung. Sie war wie im Vorjahr wieder gut besucht. Viele fleißige Hände backten Kuchen und halfen beim Auf- und Abbau, in der Küche und beim Kuchenverkauf. Wir hatten wieder Einnahmen von einigen hundert Euro. Unser Verein zählt z.Zt. 56 Mitglieder, etwa 200 Rundbriefe werden ca. alle 2 Monate verschickt, überwiegend per E-Mail. Alle diese Briefe kann man auch auf unserer Homepage „www.Sambia-Foerderverein.de“ lesen. Insgesamt verzeichneten wir im vergangenen Jahr Spendeneingänge von etwa 75.000 €. Danke, dass Sie uns mit den nötigen Finanzen versorgt haben.

Viele Grüße, Ihr Werner Huber, Vorsitzender